Unser Haus

   
 


 

 

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Göttingen

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Ein typisches Schwarzwaldhaus in Katzenmoos, Nähe Oberspitzenbach
 
Wir lebten in diesem Haus mit drei Familien und deren Kindern:
 
a) Familie Boehlkau: unsere Mutter, Ute und Jürgen und unsere 
    Großmutter Hedwig Cremer, da diese mittlerweile in Koblenz durch
    einen Luftangriff ihr Haus und ihre gesamte Habe verloren hatte.
    Unser Vater war immer noch an der Front.
b) Familie Schlesing: Tante Hanna, Heike, Inka und Hendrik mit ihrem
    Kindermädchen. Auch ihr Mann Heiner befand sich nach wie vor an
    der Front.
c) Familie Nitschke: Herr und Frau Nitschke mit ihren Kindern Norbert,
    Brita, Sebastian und Christian (Krischi).
 
 
Die Familie Reich vom Oberrauchehof hatte uns in ihr Anwesen, eben dem alten Pfarrhaus, aufgenommen. Da hier nicht genügend Zimmer vorhanden waren, kam es zu der seltsamen Konstruktion, dass unsere Mutter ihr Schlafzimmer auf dem Tanzsaal des „Gasthaus zum Hirschen“ aufbauen musste.
 
Hier sollte ich das alte Pfarrhaus kurz aus meiner Erinnerung heraus beschreiben:
Wenn man zur Haustüre herein kam, lag auf der rechten Seite ein Wohn-/ Schlafzimmer. Ging man den Hausgang weiter nach hinten durch, war auf der rechten Seite ein weiteres Zimmer. Danach bog man links ab und auf der rechten Seite befanden sich weitere kleinere Wohn-/ Schlafzimmer. Ich meine, es waren drei Zimmer. Auf der linken Seite befand sich die große Küche, in der wir alle gegessen haben. Hier wurde am Wochenende die Zinkbadewanne aufgestellt wurde und in der dann alle Kinder „geschrubbt“ wurden. Biegt man dann im Hausflur wieder links ab, kommt man zum Holzschuppen. Vorher, an der Giebelseite rechts, befand sich die Toilette, das bewusste „Plumpsklo“. 
 
Unser Vater kam mit Ende des Krieges in britische Kriegsgefangenschaft. Er wurde, zusammen mit seinem Bataillonskommandeur, in seiner Heimatstadt Duisburg in Gefangenschaft genommen. Ende des Krieges war unser Vater als sogenannter Tapferkeitsoffizier Hauptmann und hoch dekoriert. Zu diesem Zeitpunkt konnte er natürlich nicht wissen, dass seine Frau wieder schwanger war und Zwillinge erwartete. Unser Vater wurde schon bald aus britischer Gefangenschaft entlassen, da er krank war und in seinen „Heimatort“ gesandt. Dies war aber nicht so einfach, da er von der britischen in die französische Zone wechseln musste.
 
Wann genau unser Vater aus der Kriegsgefangenschaft nach Oberspitzenbach kam, kann ich nicht sagen, da ich dafür noch zu klein gewesen bin und mich demzufolge nicht an seine Rückkehr erinnern kann. Es war aber nach unserer Geburt. Er wusste ja nichts von uns Zwillingen!
 
Als er endlich seine Familie wieder in die Arme schließen konnte, wurde er mit uns konfrontiert. Zuerst zeigte ihm unsere Mutter ihm Tilman und unser Vater war ganz selig, dass er noch einmal Vater eines Sohnes geworden war. Anschließend zeigte unsere Mutter das Körbchen mit mir und unser Vater war völlig überrascht, noch so einen Winzling vorzufinden. Seine Reaktion: „Was, hat die Hanna auch noch ein Kind bekommen?“ Wie groß war das Hallo, als er erfuhr, dass ich auch zu der „Sippschaft“ zählte und er Vater von eineiigen Zwillingen geworden war.
 
 

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